Kein größerer Ruhm, keine größere Ehre ist das Los des Menschen, als das tief in seinem Herzen besessene Gefühl, dass die Welt ein besserer Ort ist, um gelebt zu haben.

Vom Laufburschen zum Anwalt zum Verleger, als Gründer einer der meistgelesenen schwarzen Zeitungen in den Vereinigten Staaten, Robert Sengstacke Abbott gab einer schwarzen Sichtweise eine Stimme, die im frühen zwanzigsten Jahrhundert stumm geschaltet worden war.

Abbott wurde in Georgia als Sohn eines Paares geboren, dessen Eltern Sklaven gewesen waren, und war noch ein Baby, als sein Vater Thomas Abbott an Leukämie starb. Seine Mutter Flora heiratete später John Sengstacke, einen Mulatten deutscher Abstammung, der sofort Sengstacke zu Roberts Namen hinzufügte.

Abbott absolvierte das Hampton Institute in Virginia. Nach dem College zog er nach Chicago, einer Stadt, der er 1893 beim Singen mit dem Hampton College Quartet auf der World’s Columbian Exposition ausgesetzt war. Er absolvierte 1898 das Kent College of Law in Chicago, konnte aber wegen rassistischer Vorurteile nicht als Anwalt praktizieren. Bewaffnet mit einem Druckhintergrund und akademischen Referenzen investierte er 25 US-Dollar in die Zeitung Chicago Defender. Mit der Unterstützung von J.. Hockley Smiley, Der Chicagoer Verteidiger wurde zur literarischen Domäne für rassischen Fortschritt. Der Verteidiger förderte aktiv die Migration schwarzer Südstaatler nach Norden, insbesondere nach Chicago. Seine Kolumnen berichteten nicht nur über die Bewegung, sondern trugen auch zum „Great Northern Drive“ von 1917 bei, einem von Abbott selbst geprägten Begriff. In den frühen 20er Jahren erreichte die Auflage des Verteidigers mehr als 200.000 Menschen. Die Verteilung des Papiers wurde von schwarzen Eisenbahnträgern erleichtert, die das Papier sowohl lasen als auch teilten. Der Verteidiger schrieb von Ungerechtigkeiten, aber auch von einem Geist, der unapologetischen schwarzen Stolz, Würde und Durchsetzungsvermögen darstellte.

Die Zeitung förderte auch literarische Karrieren. Mit 17 Jahren begann Gwendolyn Brooks, ihre Arbeit bei „Lights and Shadows“, der Gedichtkolumne der Zeitung, einzureichen, und veröffentlichte dort schließlich fast hundert Gedichte. Willard Motley und Langston Hughes waren nur einige der anderen großen Namen, für die The Defender eine literarische Heimat war.

Zweimal verheiratet, hatte Abbott keine Kinder. Der Verteidiger von Chicago blieb in den fähigen Händen seines Neffen John H.H. Sengstacke III. Abbott lebte am 4742 S. Martin Luther King Drive, Chicago, heute ein historisches Wahrzeichen, das als Robert S. Abbott House bekannt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.